TSG-Tauchausfahrt an den Kulkwitzer See, 29. Juli bis 1.August 2010

DIe Jungtaucher der TSG erleben sächsische Unterwasserwelten

Für ihre jungen Absolventen der Tauchkurse hatte die Tauchsportabteilung der TSG Schwäbisch Hall eine Tauchausfahrt nach Leipzig angeboten. Die Tauchsportbegeisterten Jugendlichen und jungen Erwachsenen konnten ihre erlernten taucherischen Fähigkeiten vertiefen.

Die Taucher der TSG hatten sich von Do. 29.Juli- 1. August 2010 den Kulkwitzer See am Rande von Leipzig- Grünau als Tauchrevier ausgesucht. Seit der offiziellen Eröffnung zum Naherholungsgebiet 1973 hat sich der See zu einem der schönsten Naherholungsgebiete von Leipzig entwickelt. Aus einem ehemaligen Braunkohletageabbau wurde ein Wassersportparadies über und unter Wasser, nachdem er Ende der sechziger Jahre geflutet wurde. Vor allem bei Tauchern hat er einen guten Namen. Die Natur hat sich zwischenzeitlich behauptet. Der See weist inzwischen wieder Unterwasserbewuchs mit Seegras auf und beheimatet zahlreiche Fischarten, vor allem auch Großfische wie Hechte, Barsche und Karpfen.

Nach gründlicher Ausbildung zum Einsteiger- Tauchschein CMAS*, langem Kachelzählen im Hallenbad und den Pflichttauchgängen im St. Leoner See zum Tauchschein CMAS* ging es für die Beteiligten nun endlich zum Tauchen in einen richtigen See, eine neue unbekannte Unterwasserwelt entdecken.

Am Campingplatz angekommen waren wir im Gegensatz zu den normalen Campern in einer Ecke des Campingplatzes untergebracht. Wir bauten unser Mannschaftszelt auf und markierten sogleich unseren Platz mit der Vereinsfahne.

Neben dem Tauchen hieß es auch mit anzupacken beim Einkaufen, Essen zubereiten und abspülen. Eine nette Anekdote beim Einkauf: Verena fragte im Supermarkt ob es hier Maultaschen gäbe! Die Reaktion war prompt: “Was ist denn das? Maultaschen kennen wir nicht, aber wir haben gerade griechische Wochen. Da gibt es gefüllte Teigtaschen zu kaufen…“ Die schwäbischen Einkäufer haben sich köstlich amüsiert.

Am Abend wurde beschlossen der Innenstadt von Leipzig einen ersten Besuch abzustatten um auch einige kulturelle Eindrücke mitzunehmen, etwa die Nikolaikirche als Symbol der deutschen Wiedervereinigung.
Gleich zu beginn wurde der MDR Tower bestiegen, das höchste Gebäude in Leipzig. Von der Dachterrasse im 32. Stock gab es einen grandiosen Rundblick über die Stadt. Der Blick reichte vo
m Bahnhof, dem Zoo zum Völkerschlachtdenkmal und dem Rathausplatz. Mit unserem Tauchbegleiter Frank, der aus dem sächsischen Eisleben stammt, hatte die Gruppe einen ortskundigen und geschichtsfesten Begleiter.

Am Südufer von Grünau herrscht reger Badebetrieb und unter Wasser prägen zahlreiche abgestorbene Bäume und verschieden artige Algenteppiche für eine geisterhafte aber gute Sicht, die aber auch eine Herausforderung für den Orientierungssinn boten.
Ziel der Tauchausfahrt waren, die taucherischen Fähigkeiten in einem unbekannten Gewässer zu verbessern, die Grundsätze für den Tauchsport und Umweltschutz praktisch umzusetzen.
Jeder „Jungtaucher“ bildete ein Team mit einem erfahrenen CMAS***
(Gold-)Taucher. So war für alle eine 1:1 Begleitung unter Wasser und damit eine optimale Sicherheit gewährleistet. Alle Beteiligten konnten sich auf das Handling der Tauchausrüstung und auf die Tarierung konzentrieren, das heißt halten der Tiefe und optimale Schwimmlage unter Wasser.

Damit man sich nicht nur auf einen Partner einstellt, sondern auch mit anderen Partnern tauchen lernt, wurden ständig die Begleittaucher gewechselt. Dies bedeutet sich jedes Mal auf einen neue Führungsperson einzustellen und sich bezüglich der Führung des Tauchverlaufs neu abzustimmen. So war man herausgefordert, seine taucherischen Fähigkeiten jedes Mal neu unter Beweis zu stellen.
Dazu gehört vor dem Tauchgang ein ausführliches Briefing incl. dem gegenseitigen Partnercheck. Im Notfall muss man schließlich auch die Tauchausrüstung des Partners kennen um schnell handeln zu können. Im Nachgespräch gab es sinnvolle Tipps der alten Hasen zum Tauchgangsverlauf und zum Verhalten während des Tauchgangs.

Nach drei Tagen waren wir uns einig, dass Tauchen und Sicherheit unter Wasser die Grundlage für eindrucksvolle Tauchgänge sind, denn wenn man sicher taucht und einen Partner hat, auf den man sich verlassen kann, dann hat man die Möglichkeit die Unterwasserwelt entspannt zu beobachten und viele unvergessliche Eindrücke mit an Land zu nehmen.

Abgerundet wurde die Tauchausfahrt mit der obligatorischen Tauchertaufe. Hier werden die Erdlinge und Stäublinge von König Neptun und seiner Gehilfin Morla und dem Gehilfen Surulus höchst persönlich innerlich und äußerlich gereinigt, damit sie sich unbegrenzt in seinem Reich mit Rücksicht und Respekt vor der Flora und Fauna Unterwasser aufhalten zu dürfen.

Nach drei viel zu kurzen Tagen, hieß es am Sonntag nach dem Frühstück den letzten Tauchgang durchzuführen, anschließend die Ausrüstung und die Zeltstadt abzubauen um den Heimweg antreten zu können.
Wir waren uns alle einig: solch eine Tauchausfahrt muss wiederholt werden! Kurz und knapp war die Tauchausfahrt Erlebnisreich, kurzweilig, einfach schön.

 Text: Verena, Kurt, Dagmar
Bilder: Uwe, Frank

Mit dabei waren: Fabian, Rico, Lukas, Verena, Joachim, Philipp, Lenz

Begleittaucher: Kurt, Uwe, Bernhard, Dagmar, Christa, Frank, Klaus, Dieter, Edgar
Sonstige Mitreisende: Ainoa, Kasian, Joschua, Jens, David, Jakob, Mike, Karin

Und 8 Komplette Tauchausrüstungen für die Jugend, Tauchausrüstungen für die Begleittaucher,
18 Druckluftflaschen, ca. 145 kg Blei
1 Mannschaftszelt, 6 kleine Zelte, 1 Wohnmobil