Curacao, 18. April bis 2. Mai 2009

Am 18. April ging es um 2.45 Uhr von mir zuhause mit Verspätung los. Letztendlich liefen wir auf den Stuttgarter Flughafen pünktlich ein. Dann ging es mit einem “Airbus” bis nach Amsterdam, und von dort hatten wir einen zehnstündigen, sehr unangenehmen Flug. Kinder ohne Ende, und jeder von uns hatte einen anderen Sitzplatz!!! Eins vor, eins hinter, und eins neben einem. Es war wie auf einem Kinderspielplatz. Mike traf es am härtesten, von 10 Stunden Flug brüllte das Kind geschlagene 7 Stunden. Na ja, uns wurde klar, dass Holland einfach ein kinderfreundliches Land ist, das selbe trifft natürlich auch auf Curacao zu.

Als wir auf Curacao ankamen, waren wir doch etwas über die Insel erstaunt. Curacao sah ganz anders aus, als wir es uns vorgestellt und aus Berichten entnommen hatten. Zuerst mussten wir uns alle an die Landschaft, die Straßen, die wie Berg- und Talbahnen verliefen, die Tauchplätze, die zuerst sehr schwer zu finden waren, und an die Straßenbeschilderung gewöhnen, die zu wünschen übrig ließ. Na ja, am dritten Tag hatten Alex und Mike es voll drauf und kreuzten mit unserem Pickup durch die Landschaft, als ob sie schon ewig auf der Insel leben würden. Geschwindigkeitsbegrenzungen gab es natürlich keine – für die Zwei…

Am zweiten Tag bauten wir unsere Tauchausrüstung zusammen und starteten zum ersten Tauchgang, der direkt an unserem Blue View Appartement begann. Tauchen vor der Haustür sozusagen, aber:
Da hieß es erst mal trainieren! Komplett aufgerüstet etwa 30 m laufen, ca. 30 Treppenstufen, ca. 100 m Schnorcheln bis zur Riffkante, und das ganze bei ca. 30°C, Uff, das war für das erste Mal ganz schön hart, denn das ganze galt auch für den Rückweg. Am Riff angekommen, wurden wir dann auch reichlich für die getane Arbeit belohnt. Einen wunderschöner Korallengarten mit vielen Weichkorallen bekamen wir zu sehen.

So wurden wir auch in den darauf folgenden Tauchgänge immer wieder belohnt. Wir bekamen Schildkröten, Adlerrochen, Muränen ohne Ende, Barrakudas, viele Geistergarnelen, Langusten und vieles andere zu sehen. Nur die Fischvielfalt hat sich in Grenzen gehalten, dafür aber gab es meistens ein komplett intaktes Riff mit vielen verschiedenen Schwämmen und Peitschenkorallen. Aber wir mussten natürlich vor und nach jedem Tauchgang immer etwas tun. 30-100 m laufen, 50-300 m bis zur Riffkante schnorcheln, und wenn man beim Austauchen die Bucht verfehlt hat, war auch noch Lngstrecken-Schnorcheln angesagt.

Für Mike hieß es nach 7 Tauchgänge „und tschüß“ sagen, denn durch das Schwimmen und durch einen etwas anstrengenden Ausstieg holte er sich einen Muskelfaserriss! Was lernen wir mal wieder daraus? Natürlich Trainieren! (Montags und Donnerstags im Schenkenseebad…)

Zu unserer Blue View Appartement konnte man nur sagen: Es hatte eine traumhafte Lage direkt in einer Bucht mit Blick auf das Meer. Jeden Morgen beim Frühstücken konnten wir Delphine beobachten, die in unserer Bucht vorbeizogen, ganz zu schweigen von den schönen Sonnenuntergängen am Abend über dem Meer, die wir beim “Dekobier” verfolgen konnten. Jeden Morgen besuchten wir unsere Haustiere, die drei Leguane auf unserer Terrasse. Da wir uns selbst versorgen mussten, ist das gute Frühstück nicht zu vergessen, das Mike jeden Morgen zauberte. Wir wurden mit Speck und Rühr- oder Spiegelei, Wurst, Käse, frischen Früchten, Marmelade, Honig und mit dem Wecklied “L.A. International Airport” verwöhnt! Am Abend grillten wir leckere Köstlichkeiten wie Steaks, Auberginen, Champignons, Zwiebeln, Paprika, Salat, Knoblauchbrot, und dann…. wer macht den Küchendienst? Mike fand eine Lösung, und die sah so aus: “Küchenplan”!

Ein Ausflug nach Willemstad und an einem Salzsee, wo Flamingos anzutreffen sind, stand auch noch auf der Tagesordnung. Willemstad mit seinen bunten Häusern ist eine lebensfrohe Stadt, in der man zum Teil tief in den Geldbeutel greifen muss, wenn man etwas erleben möchte. Aber wir sind ja nicht zum Sparen hierher gekommen! Und dann…. am vorletzten Abend mussten Alex, Silke, Rolf und Ich noch einen “Klippensprung” erledigen, den ich schon vor Tagen anzettelte und den wir immer wieder rauszögerten. Denn direkt in unserer Bucht stand eine Plattform, wo täglich Touristen kamen, um dort von den Klippen zu springen. Als wir oben vor dem Absprung standen, bereuten wir es bitter. Rolf sprang als erster, es folgte Silke. Es sah von dort oben sooo tief aus, und da sollte ich runter! Aber mein Stolz ließ es nicht zu, ein “Feigling” zu sein, also sprang ich auch.

Die 14 Tage gingen so schell vorbei, und am 1. Mai hieß es Koffer packen. Wir sechs, Karin, Silke, Rolf, Alex, Mike und ich waren uns einig….. gegen Woche mehr Aufenthalt hätten wir nichts einzuwenden gehabt.

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Christa Werner