Ägypten, Lahami Bay, Oktober 2004

Urlaub mit Pleiten, Pech und Pannen: Ägypten, Lahami Bay, Oktober 2004

mit Klaus, Dieter, Enzo, Frank, Harald, Silke, Mike und Christa

……..ein Urlaub, der auch einmal anders verlaufen kann

Pannen gab es, als wir einen Drift-Tauchgang starteten, der alles andere bedeutete, als sich mit der Strömung dahin treiben zu lassen. Es ging nämlich voll gegen die Strömung! Als wir uns ins tiefe Blau sinken ließen, musste ich immer wieder in mein Jacket Luft hinein strömen lassen, was mir etwas komisch vorkam. Bei einer Tiefe von ca. 25 m war mir dann bewusst, dass es irgendwo undicht sein musste und die Luft nicht hielt. Darauf hin gab ich Mike ein Zeichen, doch der hatte etwas anderes daraus verstanden. Ich war nur noch mit Einatmen beschäftigt, damit ich nicht noch weiter in die Tiefe sank. Dazu kam noch die Anstrengung, gegen die Strömung zu paddeln. Ich bemerkte, dass mein Atem immer heftiger wurde und ich schon fast am Hyperventilieren war. Die Gruppe tauchte ziemlich verstreut, da jeder mit der Strömung kämpfen musste. Da nutze ich den Moment, als sich der Tauchguide nach der Gruppe umschaute und gab Ihm das Zeichen „ich bin außer Atem“, doch der drehte sich wieder um, ohne mich zu beachten. Nun dachte Ich: „So, jetzt musst du handeln: langsam einatmen, ausatmen, einatmen, ausatmen“ und so kämpfte ich mich an die Oberfläche. Am Boot angekommen, hatte ich ziemlich starke Kopfschmerzen, als ob mein Kopf platzen würde. Außerdem zitterte ich am ganzen Körper, Übelkeit und starke Schwindelgefühle kamen noch dazu. Um es richtig auszudrücken, ein „Essoufflement“!

Am anderen Tag setzte ich mit dem Tauchen aus und überprüfte mein Jacket. Wir stellten fest, dass der Dichtungsring am Inflator sich gelöst hatte und dort Luft austrat.

Eine weitere Panne: An einem anderen Tauchtag tauchten wir bei ca. 20 m, als Mike mir ein Zeichen gab, dass sich seine Flasche vom Haltegurt gelöst hatte. Ich tauchte sofort zu ihm hin. Er war allerdings etwas weit von mir entfernt, da ich mit Filmen beschäftigt war und er vor sich hin träumte. Bei Ihm angekommen, drückte ich ihm die Kamera in die Hand, damit ich freie Hände hatte und befestigte wieder die Flasche. Das ging Gott sei Dank alles gut! Danach gaben wir uns das O.K.-Zeichen und konnten noch einen wunderschönen Tauchgang erleben.

Pech war, als mir und Mike kurz vor dem Tauchgang je ein Flossenband riss. An einem anderen Tag riss mir während des Tauchgangs das Flossenband. Da Mike mal wieder etwas weiter von mir entfernt war, gab ich Klaus das Zeichen, und der bastelte mit dem Sicherheitsband, das an der die Kamera hing ein Ersatzband zusammen. So konnte ich dank der Hilfe meines Bruders den Tauchgang weiter fortsetzen.

Pech war auch, dass Harald und Frank keine Mannschaft für Beach-Volleyball zustande brachten.

Eine Pleite gab es, als Klaus durch die falsche Einnahme von Medikamenten total dehydriert war, einen Kollaps bekam und zu Boden sank.  Der Basisleiter entschied sich, den Hotelarzt hinzu zu ziehen, der ihm dann nach endlich einem fünfmaligem Versuch eine Infusion verpasste. Die kostete Klaus allerdings 210 Euro!!! Als es ihm an den darauf folgenden Tagen wieder besser ging, machten ihm die 210 Euro nervlich ziemlich zu schaffen! Immerhin waren danach die chronischen Rückenschmerzen verschwunden, die Klaus schon seit langem plagten. So eine Ohnmacht hat also auch ihr gutes.

Eine weitere Pleite gab es außerdem, als Dieter bei einem zu starken Seegang die Fische füttern musste und dabei seine Sonnenbrille an der Reling zerbrochen ist. Das hat sich auch noch am ersten Tag ereignet.

Aber trotz all den Pannen, Pech und Pleiten war es ein wunderschöner Urlaub mit tollen Tauchgängen!

… was sich daraus schließen lässt:

  • Prüft eure Ausrüstung
  • macht vor jedem Tauchgang einen Partner-Check
  • habt immer Ersatzbänder dabei
  • bleibt immer in der Nähe eures Buddy
  • erkundigt Euch bei Einnahme von Medikamenten, ob diese für das Tauchen geeignet sind!

Text: Christa Werner / Fotos: Klaus Hirsch